Warum dieses WLAN in Wölfersheim trotz vieler Repeater nicht funktionierte
Mehr Repeater bedeuten nicht automatisch besseres WLAN. Oft sorgen weniger, dafür richtig platzierte Geräte für das deutlich bessere Ergebnis.
„Unser WLAN ist einfach viel zu langsam.“
Mit diesem Satz begann mein Termin bei einer Familie in Wölfersheim. Solche Anrufe bekomme ich regelmäßig. Meist liegt die Vermutung nahe, dass der Router zu alt ist oder einfach nicht mehr genügend Leistung bringt.
Im Gespräch erzählte mir die Kundin aber bereits, dass eine FRITZ!Box und mehrere Mesh-Repeater im Einsatz seien. Das machte mich neugierig. Mit dieser Ausstattung lässt sich ein Einfamilienhaus normalerweise problemlos mit WLAN versorgen. Also schaute ich mir die Situation direkt vor Ort an.
Mehr Technik war hier nicht die Lösung
Schon nach wenigen Minuten war klar, warum das WLAN nicht so funktionierte, wie es sollte.
Immer dann, wenn das Signal in einem Zimmer etwas schwächer geworden war, hatte die Familie einen weiteren Repeater installiert. Über die Jahre kamen so immer mehr Geräte hinzu. Schließlich stand auf nahezu jeder Etage mindestens ein Repeater.
„Wir dachten, mehr Repeater bedeuten automatisch besseres WLAN.“
Ein Gedanke, den ich gut nachvollziehen kann. Genau das war in diesem Fall aber der Denkfehler.
Ein stabiles WLAN entsteht nicht dadurch, dass möglichst viele Geräte funken. Entscheidend ist, dass sie sinnvoll zusammenarbeiten und an den richtigen Stellen platziert sind. Sind es zu viele oder stehen sie ungünstig, können sie sich gegenseitig ausbremsen. Das Ergebnis sind langsame Verbindungen, instabiles WLAN und Geräte, die ständig zwischen verschiedenen Repeatern wechseln.
Ein einzelner Repeater machte den Unterschied
Beim Rundgang fiel mir besonders ein Repeater auf, der unter dem Dachvorsprung auf dem Balkon montiert war. Er sollte das Zimmer der Tochter im Dachgeschoss mit WLAN versorgen. Die Idee war grundsätzlich richtig – das Gerät war für diese Aufgabe jedoch schlicht zu schwach ausgelegt.
Anstatt weitere Technik zu kaufen, haben wir das Netzwerk zunächst ausgedünnt. Mehrere Repeater konnten vollständig entfernt werden, weil sie keinen echten Nutzen mehr hatten. Den Repeater auf dem Balkon ersetzte ich anschließend durch ein leistungsstärkeres Modell aus genau diesem Bestand.
Es musste also nicht einmal neue Technik angeschafft werden.
Manchmal ist weniger tatsächlich mehr
Das Ergebnis war sofort spürbar. Das WLAN lief wieder stabil, die Geschwindigkeit passte und alle wichtigen Bereiche des Hauses wurden zuverlässig versorgt.
Mit weniger Repeatern als vorher.
Genau solche Situationen erlebe ich bei meiner Arbeit immer wieder. Viele Menschen versuchen, WLAN-Probleme mit immer mehr Technik zu lösen. Oft ist aber das Gegenteil der Fall. Bevor neue Geräte gekauft werden, lohnt sich fast immer ein Blick darauf, wie die vorhandene Technik eingesetzt wird. Das spart Geld, vermeidet Frust und führt häufig sogar zum besseren Ergebnis.
Haben Sie ein ähnliches Problem?
Wenn Ihr WLAN langsam ist, ständig abbricht oder einzelne Räume kaum noch erreicht, muss nicht automatisch ein neuer Router oder ein weiterer Repeater die Lösung sein. Oft lässt sich die Ursache deutlich einfacher finden und beheben.
Wenn Sie im Wetteraukreis oder Hochtaunuskreis wohnen und Unterstützung bei Ihrem WLAN oder einem anderen Technikproblem benötigen, freue ich mich auf Ihre Nachricht.
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